Spam gibt es nicht nur im E-mail-Postfach

Jeden Tag schaue ich in mein E-mail Postfach und jeden Tag habe ich mind. ein dutzend unnötige und umnützliche Werbemails drin. Werbung über Werbung & den zusätzlichen Spam von Seiten die man nicht mal kennt. Alles landet ungesehen im Papierkorb ohne das es mich weiter kümmert. Aber wie sieht es mit dem täglichen Spam der nicht nur in Form von Mails auf uns einprasselt aus? Geht das auch ungesehen an uns vorbei?

Vollgespammt werden wir nicht nur in Form von Mails. Die meisten (mich eingeschlossen) bewegen sich auf vielen Sozialen Kanälen wie Facebook, Instagram, Snapchat & co. Auch da werde wir immer wieder mit Information und Bilderfluten überschwemmt. Wir verlinken uns gegenseitig zum x-Mal auf dem neuen lustigen Video, posten das gleiche aufwendig gestellte Food-Inspirations-Bild oder setzten unseren Körper unter den besten Lichtverhältnissen und bis zu Unkenntlichkeit bearbeitet in Szene. Ich selbst gehöre auch zu diesen sogenannten Spammern. Und ganz ehrlich, es macht mir Spaß! Auch diesen Blogeintrag kann man getrost wieder dazu zählen.

Schlimm wird es nur wenn man sich im Internet nicht mehr bewegen kann ohne das es einen selbst bewegt. Und damit meine ich das es die eigene Stimmung & Lebensweise beeinflusst.

Zum Beispiel diejenigen die sich in ihrem Körper unwohl fühlen, werden wahrscheinlich den Frauen/Männern auf Instagram folgen die ihrem Idealbild entsprechen. Jeden Tag sehen sie sich dann diese Bilder an und werden mehr und mehr unzufrieden. Es dient nicht wirklich einem Ansporn sondern wirkt sich kontraproduktiv aus. Man erfreut sich nicht an den Bildern sondern sieht all das was man nicht hat. Nicht die Tasche, nicht das Auto, den Körper etc. Wir bekommen negative anstatt positive Gedanken wenn wir durch unseren Instagramfeed scrollen und das klingt für mich nach einem ziemlich schlechten Start in den Tag.

Selbst wenn man sich tatsächlich nochmal in der realen Welt  mit seinen Freunden trifft, werden die neuesten Bilder, Videos usw. ausgetauscht. Anstatt sich zu unterhalten hängen fast alle an ihren Handys. Und das Video auf dem man sowieso schon 10 mal verlinkt wurde, wird sich dann nochmal in der ganzen Gruppe angeguckt.

Ich bin sehr Zwiegestalten was das Thema angeht. Einerseits habe ich Spaß daran Dinge in Szene zu setzen und zu teilen, meine Freunde auf Tiervideos & co zu verlinken. Aber die Schattenseite die es mit sich zieht macht mir keinen Spaß.

Ich habe keine Lust mehr das z.B. Facebook scheinbar nur noch als Portal genutzt wird um gegen andere zu hetzen. Wenn man den Seiten nicht folgt sieht man es natürlich trotzdem, denn irgendwer wird es ja geteilt haben und prompt erscheint es auch in meiner Timeline. Immer wieder die selben Themen, langweilig und ausgelutscht. Gefährliches Halbwissen wird geteilt, Intoleranz und Dummheit überfluten die Netzwerke.

Es ist wichtig eine Gewisse Distanz zu wahren und Zeit im echten Leben zu verbringen. Mit echten Menschen, echten Gesprächen.

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